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Die zum Netz der Rhätischen
Bahn gehörende Bahnlinie über den Berninapaß stellt mit
einer Maximalsteigung von 70 Promille nicht nur steilste Adhäsionsbahn
über die Alpen dar, sie ist auch der höchste Eisenbahn-Alpenübergang,
der ohne einen Scheiteltunnel auskommt. Mit dem Nordabschnitt der von St.
Moritz über Pontresina, den Berninapaß und Poschiavo ins italienische
Tirano führenden Strecke befaßt sich die vorliegende Galerie.
Ich bitte Platz zu nehmen und die Fahrt hinauf auf 2.253 m Seehöhe
zu genießen ...
Links haben ABe4/4 41 und
56 von St. Moritz kommend Pontresina fast erreicht (04.10.1991).
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Nur mäßig
ist die Steigung zwischen Celerina Staz und Pontresina, so daß ABe4/4
53 am 04.10.1991 (links) und ABe4/4 52 und 42 am 03.10.1991 (rechts) keine
große Mühe haben, die angehängten Wagen fahrplanmäßig
zu befördern. Vom nahen Winter künden die ersten Schneehäubchen
auf den gut 3.200 m hohen Gipfeln im Hintergrund ... |
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Durch das Val Bernina,
das Berninatal, geht es weiter nach Morteratsch. Die Bahn schmiegt
sich eng an die westlichen Berghänge, um so dem weniger tragfähigen
Grund nahe des Ova da Bernina auszuweichen. Es zeigen sich bereits die
ersten Ansätze von Herbstfarben, als ABe4/4 52 am 05.10.1991 zwischen
Surovas und Morteratsch talwärts rollt.
Nur kurz zuvor war ABe4/4
56 in umgekehrter Richtung unterwegs. Hell leuchtet das knallige Rot der
RhB-Fahrzeuge aus den in unzählige Gelb-, Grün- und Brauntöne
getauchten Wäldern und Wiesen.
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Oberhalb von Bernina
Lagalp ist die Landschaft hingegen karg. Die Baumgrenze ist überschritten,
nur in geschützten Lagen können sich ganz vereinzelt ein paar
kleine Bäumchen halten. Es dominieren neben Felsen und Schotterhalden
dürre Wiesen, die den kargen Böden die wenigen Nährstoffe
abringen.
In einer großen Schleife
fährt die Bahn das sich weitende Tal aus, um an Höhe zu gewinnen.
Die Altbautriebwagen ABe4/4 31 und 32 sind mit einem einzigen Personenwagen
am 05.10.1991 auf dem Weg nach Alp Grüm.
Während im Jahre 1991
alle durchgehenden Züge mit den in den sechziger bis achtziger Jahren
gebauten Triebwagen der Serien 41-49 und 51-56 bespannt wurden, kamen vor
dem in Alp Grüm endenden Kurzzug die - gut vierzig Jahre zuvor modernisierten
- Triebwagen aus der Anfangszeit der Bahn zum Einsatz.
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Ebenfalls im Bereich
der großen Schleife oberhalb von Bernina Lagalp sind am 05.10.1991
ABe4/4 45 und 46 unterwegs (links).
Auf der rechten Aufnahme
kämpfen sich ein Triebwagen der Serie 41 bis 49 und ABe 4/4 53 mit
vereinten Kräften den Berg hinauf (03.10.1991). Auf der Berninabahn
ist es üblich, Reisezüge bis zum Erreichen der Grenzlast mit
Güterwagen "auszulasten". So kommt es, daß die beiden Triebwagen
auch noch eine Reihe von Tankwagen mit über den Paß schleppen
müssen.
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Am oberen Ende der
Schleife befindet sich eine fast schon amerikanisch anmutende, kühne
Brücke, auf der eine kleinere Rinne überquert wird.
Links ist Gem4/4 801, eine
von zwei Zweikraftlokomotiven der Berninabahn, zusammen mit ABe4/4 51 am
03.10.1991 auf Talfahrt.
ABe4/4 48 und 49 haben
die Brücke einige Minuten zuvor mit dem Bernina-Express in bergwärtiger
Richtung übequert (rechts).
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Eine Reihe von Holzwagen
hat ABe4/4 51 am 05. Oktober 1991 südlich von Bernina Lagalp mitzuschleppen.
Der lange Personenzug, den ABe4/4 41 und 48 am 04.10.1991 einge hundert
Meter oberhalb zu befördern haben, läßt dagegen keine Auslastung
mit Güterwagen zu.
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Vor einigen Minuten
hat ABe4/4 45 die Paßhöhe und damit den Bahnhof Ospizio Bernina
verlassen. Noch geht es nur mäßig bergab - doch bald wird die
elektrische Bremsleistung des Triebwagens durch den Lokführer voll
ausgereizt werden müssen (Aufnahme vom 03.10.1991).
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Im Bereich von Ospizio
Bernina verläuft die Berninabahn entlang des Lago Bianco und des wesentlich
kleineren Lej Nair. Warum die beiden Seen diese Namen, die ins Deutsche
übersetzt "weißer See" und "schwarzer See" bedeuten, tragen,
bedarf wohl keiner besonderen Erläuterung, wenn man sich das Foto
rechts etwas genauer oben anschaut.
ABe4/4 41 und 56 ziehen
am 03.10.1991 einen langen Reisezug entlang der beiden Seen (links oben).
Rechts oben sind ABe4/4 48 und 49 am 04.10.1991 mit der Beförderung
des Bernina-Express beschäftigt.
Auf den unteren Aufnahme
begegnen uns auch am 04.10.1991 die ABe4/4 31 und 32 mit ihrem Kurzzug
nach Alp Grüm.
Trotz ihres Alters von gut
80 Jahren erfüllten die Triebwagen im Jahre 1991 noch zuverlässig
ihren Dienst. Die gut Pflege, die die RhB ihren Fahrzeugen angedeien läßt,
macht's möglich!
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In Kürze an der
Paßhöhe eintreffen werden ABe4/4 46 und 45 am 04.10.1991 (links).
Die selbige soeben verlassen hatten ABe4/4 42 und 52 einige Stunden früher,
als sie an fast derselben Stelle abgelichtet wurden.
An der Paßhöhe
endet unsere Fahrt den Berninapaß hinauf für's erste. Für
den, der noch nicht genug bekommen hat von den roten RhB-Triebwagen im
Hochgebirge, folgen noch einige Winterbilder vom Berninapaß. Wer
möchte, darf versuchen, ob er den einen oder anderen Fotopunkt wiedererkennt!
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Auch im Winter kann
man an der Bernina-Bahn tolle Fotos machen! Angesichts Schneehöhen
von mitunter deutlich über einem Meter, zweistelliger Minusgrade und
des nicht zu unterschätzenden Windes ist ausreichend warme Kleidung
zwingend erforderlich. Auch sollte man Fototouren unter solch extremen
Bedingungen niemals allein unternehmen. Eine Auswahl dessen, was man bei
Beachtung dieser Regeln mit nach Hause bringen kann, zeigen die folgenden
Bilder.
Links verlassen ABe4/4 41
und 48 am 26.02.1991 gerade den Haltepunkt Morteratsch; den steilen Anstieg
zur Passhöhe haben die Triebwagen nun unmittelbar vor sich.
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ABe4/4 45 + 47, Bernina Lagalb,
27.02.1991
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ABe4/4 53, Bernina Lagalp,
26.02.1991
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ABe4/4 47 + 45, Bernina Lagalp,
27.02.1991
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Abe4/4 54, Bernina Lagalp,
26.02. 1991
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ABe4/4 56, Bernina Lagalp,
26.02.1991
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ABe4/4 47 + 45, Bernina Lagalp,
26.02.1991
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ABe4/4 56, Bernina Lagalp,
27.02.1991
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ABe4/4 51, Bernina Lagalp,
26.02.1991
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Abe4/4 51, Bernina Lagalp,
27.02.1991
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ABe4/4 41 + 48, Ospizio Bernina,
26.02.1991
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ABe4/4 44+51, Ospizio Bernina,
26.02.1991
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ABe4/4 48 + 41, Ospizio Bernina,
26.02.1991
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